bauma 2016: Rückblick auf die Leitmesse der Baubranche

viele Kräne auf der bauma 2016, die in den blauen Himmel hochragen
bauma 2016. Foto: Messe München

Die 31. Weltleitmesse für Baumaschinen, Baustoffmaschinen, Bergbaumaschinen, Baufahrzeuge und Baugeräte (bauma), die vom 11. bis 17. April in München stattfand, ist zu Ende gegangen und hat nun einen Abschlussbericht veröffentlicht.
Wir werfen außerdem einen Blick auf die Entwicklungen der Telematik.


Die Eckdaten:

  • 605.000 Quadratmeter Fläche, was in etwa 84 Fußballfeldern entspricht.
  • 3.423 Aussteller aus 58 Ländern. Davon 1.263 nationale und 2.160 internationale, was für internationale Aussteller einen Anteil von 63% bedeutet, ein Wert so hoch wie noch nie
  • Rund 580.000 Besucher aus 200 Nationen, ein Plus von mehr als 9%. Die Besucher kamen aus: Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich, Niederlande, Großbritannien, Schweden, Russische Föderation, Polen und Tschechische Republik, um nur die Top 10 der vertretenen Nationen zu nennen.

Besucher und Aussteller der bauma 2016 berichten von:

  • Rekordnachfrage: Investitionsbereitschaft höher als erwartet
  • Die bauma lieferte “Impulse für das weitere Wachstum unserer Branche” (Johann Sailer, VDMA)
  • Aussteller verzeichneten “zahlreiche Aufträge aus den unterschiedlichsten Märkten” (Stefan Heissler, Liebherr-International AG)
  • Darunter auch “nicht geplante Verkäufe direkt auf der Messe” (Erwin Schneller, SBM Minerals)
  • Aussteller waren zudem zufrieden mit der “hohen Qualität der Fachbesucher” (Alexander Schwörer, Peri)
  • Genutzt wurde das breite Publikum außerdem für “Präsentation von Innovationen” (Masatoshi Morishita, Managing Director & CEO bei Komatsu Europe)

Zwei der Show-Highlights waren ein Monster-Truck, der 13 Autos in seine Mulde aufnehmen kann, und zwei Muldenkipper beim Tischtennis spielen. (Quelle: BR)

 

Telematik auf der bauma

Die Telematik für die Baubranche entwickelt sich derzeit in zwei Richtungen: die der Hersteller und die der Anwender.

Immer mehr Hersteller präsentieren Lösungen, die in ihr System integriert und damit auf dieses ausgerichtet sind. Damit bringen die Hersteller die Vorteile der eigenen Maschinen auf einem Bildschirm und sie können gleichzeitig Betriebsdaten sammeln, um besser zu verstehen, wie die Anwender deren Produkte einsetzen. Das ist gut für den Hersteller aber weniger für den Nutzer, der mit unterschiedlichsten Systemen konfrontiert wird, eines pro Baumaschinenfamilie, dann noch weitere für LKW, PKW, Transporter oder für die Zeiterfassung von Mitarbeitern.

Hierfür wären Schnittstellen-Standards nötig, damit ein Telematik-System die gesamte Baustelle erfassen kann. Ein entsprechendes Projekt wurde bereits im April 2014 vom vdbum und der TU München gestartet. Nach einer Laufzeit von zwei Jahren, neigt sich dieses Projekt nun dem Ende und wir können gespannt auf den Abschlussbericht warten. Eine Untersuchung der Situation von 2012 liegt bereits zum Download vor: “Baumaschinen Flottenmanagement mit Telematik – Benefit für den Betreiber”. Es wird jedenfalls noch lange dauern, bis diese Forschungen in die Baumaschinen umgesetzt werden.

Aus Anwendersicht ist der Arbeitsprozess im Fokus. Ein Segmente mit hoher Aufmerksamkeit auf der bauma ist der Straßen- und Wegebau. Durch den modernen Straßenbau mit sogenannten Straßenfertigern ist es besonders wichtig, dass die Materiallieferungen “in time” eintreffen, genau in der richtigen Temperatur zum richtigen Zeitpunkt. Die Integration des gesamten Prozesses ermöglicht die Bereitstellung eines hochwertigen Straßenbelags bei gleichzeitiger Senkung der Projektkosten durch bessere Disposition. Die Firma Volz Consulting bietet hierfür eine Lösung, die den Straßenbauer vom Planungsprozess bis hin zur Echtzeitdatenerfassung mit einem Telematik-System der ubinam on demand GmbH unterstützt.

 

Die nächste bauma findet in drei Jahren vom 8. bis 14. April 2019 in München statt.

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