Konjunkturbarometer: Bauwirtschaft positiv gestimmt

Krane vor wolkigem Himmel, durch den die ersten Sonnenstrahlen brechen
Positive Aussichten

Die LVB Bayern hat das Konjunkturbarometer Frühjahr 2016 veröffentlicht. Hier eine Zusammenfassung:


2015 in Zahlen

In 2015 lag laut Bundesagentur für Arbeit die Arbeitslosenquote in der Baubranche nur bei 3,6%. In den alten Bundesländern standen 103.000 arbeitslose Menschen 47.000 offene Stellen gegenüber. Ein großes Problem bleibt hierbei weiterhin der Mangel an qualifiziertem Personal.

Der baugewerbliche Gesamtumsatz in Bayern stagnierte auf 20,5 Milliarden. Ein starkes Wachstum ist für 2016 nicht zu erwarten.

Für 2016 wird ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 1,7 Prozent erwartet, die LVB rechnet jedoch nicht damit, dass sich das nennenswert auf den Wirtschaftsbau auswirken wird. Schon 2015 war der Gesamtumsatz im Wirtschaftsbau rückläufig.

In Städten und Gemeinden wurden Finanzmittel 2015 eher in soziale Leistungen investiert. Daraus ergibt sich ein “Investitionsrückstand” von mehr als 35 Milliarden bei kommunalen Verkehrswegen. Ende 2015 gab es einen Anstieg der Aufträge, woraus sich auf Investitionen in 2016 hoffen lässt. Dies wird jedoch stark von der Gesamtlage in Deutschland abhängen.

Die Stimmung im bayerischen Bau- und Ausbaugewerbe ist insgesamt gut. Im Ausbaugewerbe entspricht die Konjunktureinschätzung in weiten Teilen den Vorjahreswerten. Im Bauhauptgewerbe hat sich die Stimmung gegenüber dem Frühjahr 2015 etwas verbessert.

 

Wohnungsbau

Der Wohnungsbau steigerte sich in Bayern von 7,8 (2014) auf 8 Milliarden. 2015 wurde voraussichtlich 54.000 Wohnungen fertiggestellt, was hinter dem errechneten Mindestbedarf von 70.000 Wohnungen pro Jahr zurückbleibt. Die jetzt steuerliche Förderung des Mietwohnungsbaus wird laut LVB Bayern frühestens 2017 zum Tragen kommen (Stand: Mitteilung vom 30.03.2016).

Laut Allgemeiner Bauzeitung steht eben jene Förderung jedoch Anfang Mai 2016 bereits wieder vor dem Aus. ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa sieht das als Rückschlag für die Menschen in Ballungszentren. Das Hin und Her schrecke zudem private Investoren vom Wohnungsbau ab.

 

Migranten in der Bauwirtschaft

Der Mangel an Fachkräften, der sich auch aus fehlendem Nachwuchs ergibt, könnte mithilfe von Migranten gedeckt werden. In der Baubranche ist es dabei wichtig, dass die Arbeiter qualifiziert sind und dass Arbeiter wie Auszubildende allem voran gut Deutsch sprechen.
38% der Ausbaubetriebe und 46% der Baubetriebe nannten den Mindestlohn als Einstellungshindernis.
Nur 17% der Ausbaubetriebe und 15% der befragten Baubetriebe haben aber bereits Erfahrungen mit der Beschäftigung von Migranten. Die Mehrheit der Betriebe gibt Migranten die Möglichkeit eines Praktikums, aber immerhin 25% auch als Auszubildende und ein Drittel in einem Arbeitsverhältnis.
Weitere Schwierigkeiten ergeben sich durch ungeklärte Wohnsituationen und fehlende oder befristete Aufenthaltserlaubnisse.

 

Telematik im Bau

Für die weitreichende Telematik gibt es vielfältige Möglichkeiten, die Braubranche zu unterstützen.
Gerade bei einem Mangel an Personal und Fachkräften ist es besonders wichtig, diese effizient einzusetzen. Eine umsichtige Planung der Ressourcen sowie Baustellenüberwachung in Echtzeit, um schnell und flexibel auf Verzögerungen und Stillstände reagieren zu können, sind dabei entscheidend.

Durch die Planung von Routen und die Einteilung von Fahrzeugen und Maschinen, lässt sich nicht nur die Effizienz und Auslastung steigern, sonder auch die Angebote, die man Kunden machen kann, präzisieren.

Die Ortung von LKWs ermöglichen die Echtzeit-Beobachtung sowie eine schnelle und flexible Reaktion auf Verzögerungen und Stillstände, Berichte werden automatisch erstellt. Dies führt zu erhöhter Produktivität, die den Fachpersonalmangel mindern kann.

Diebstahlschutzes durch Tracking und Alarmierung schützt in Baumaschinen investiertes Kapital.

Zeiterfassung hilft, gesetzliche Auflagen besser erfüllen zu können, und kann durch Tätigkeitsberichte ergänzt werden, die bei der Rechnungslegung und bei zukünftigen Planungen unterstützen.

Die Betriebszeiterfassung von Fahrzeugen und Maschinen bietet zum Einen klare Fakten für die Vermietung. Zum Anderen lassen sich Erinnerungen an Service- und Wartungstermine einrichten.

Wer bei der Beschäftigung von Subunternehmer nicht auf solche Informationen verzichten möchte: Subunternehmer bzw. deren Mitarbeiter und LKWs lassen sich problemlos, schnell und flexibel in das System integrieren.

Auch die bereits erwähnten Transponder lassen sich hier sinnvoll für verschiedene Aufgaben einsetzen.

Und das sind nur einige wenige Aspekte!

 

Weitere Informationen zur Baubranche 2015 finden Sie im Konjunkturbarometer der LVB Bayern.

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